Mitten in den Wäldern und zwischen den Seen der Ruppiner Schweiz liegt ein kleines Gesindehaus auf dem Gelände des ehemaligen Forsthauses Tornow. Während es früher Zuhause für die Tiere des Försters war, lädt es heute zum Urlaubmachen und Entspannen ein.
„Tornow“ kommt aus dem Slawischen und bedeutet „dort, wo die Disteln sind“. Familienverbände der Slawen haben sich hier schon früh in der fischreichen Gegend bei Neuruppin niedergelassen. Viele Menschen haben hier jedoch nie gewohnt.
Inmitten des Waldes wurde der Ort zu einem Holzfäller-Standort. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich an jener Stelle ein kleiner Forsthof – ein Forsthaus mit Stallscheune und Gesindehaus. Förster zu sein, war zu jener Zeit ein Privileg. Um sich ernähren zu können, betrieb der Förster eine kleine Landwirtschaft: Ein kleines Feld, wenige Kühe, Hühner und Schweine waren in seinem Besitz. Die Magd wohnte unter dem gleichen Dach wie die Schweine, jedoch etwas separiert von den Tieren. Dieses Gesindehaus wurde mit Hilfe von LEADER-Fördermitteln vollständig saniert: Während hier vor der Sanierung noch die Tröge der Tiere standen, ist es heute ein modernes Gäste- und Ferienhaus mit einem Bad, sechs Schlafplätzen und einem gemütlichen Wohn- und Küchenraum. Fachwerk, Ziegelsteine, alte Materialien und moderne Ausstattung machen das Gesindehaus heute so besonders.
Schöner kann man nun kaum Urlaub machen – mitten in der Natur, in den Wäldern und zwischen dem Teufels- und Tornowsee. Hier finden Gäste in der Natur tiefe Erholung, einen Platz zum ruhigen Arbeiten oder endlich Zeit für frische Inspirationen.
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